{"id":2234,"date":"2017-12-07T09:03:40","date_gmt":"2017-12-07T09:03:40","guid":{"rendered":"http:\/\/www.stefanieseidl.com\/berlinweeklycom\/?p=2234"},"modified":"2020-03-03T13:26:14","modified_gmt":"2020-03-03T13:26:14","slug":"week-111","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.berlin-weekly.com\/?p=2234","title":{"rendered":"Window 111"},"content":{"rendered":"<h2>&nbsp;<\/h2>\n<p><a href=\"http:\/\/www.stefanieseidl.com\/berlinweeklycom\/wp-content\/uploads\/DSCF9930fenstersmall.jpg\" rel=\"attachment wp-att-2235\" rel=\"lightbox[2234]\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-2235\" src=\"http:\/\/www.stefanieseidl.com\/berlinweeklycom\/wp-content\/uploads\/DSCF9930fenstersmall-500x615.jpg\" alt=\"DSCF9930fenstersmall\" width=\"500\" height=\"615\" srcset=\"http:\/\/www.berlin-weekly.com\/wp-content\/uploads\/DSCF9930fenstersmall-500x615.jpg 500w, http:\/\/www.berlin-weekly.com\/wp-content\/uploads\/DSCF9930fenstersmall-122x150.jpg 122w, http:\/\/www.berlin-weekly.com\/wp-content\/uploads\/DSCF9930fenstersmall.jpg 710w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><\/a><br \/>\n<strong>&#8222;SRL-1&#8220; by Fred Rubin<\/strong><\/p>\n<p>Fred Rubin ist Bildhauer, dessen Material sich seit 15 Jahren fast ausschlie\u00dflich aus Einbauten, Mobiliar, Lampen, Objekten, Dekorationsst\u00fccken und ganzen Geb\u00e4udeteilen ehemaliger Repr\u00e4sentationsbauten und Machtzentralen der DDR zusammensetzt.Als Fred Rubin 1994 von Paris, wo er bei Christian Boltanski studierte, nach Berlin kam, interessierte sich &#8211; jenseits der ideologischen Gesten von Ostalgie und Vernichtung &#8211; kaum jemand f\u00fcr die zeitgeschichtliche und \u00e4sthetische Dimension des Inventars dieser Bauten, so dass es ihm mit subversivem Geschick gelang, hiervon gro\u00dfe Mengen zu \u00fcbernehmen. In einem von ihm selbst als Rotationsrecyclingbeschriebenen Prozess begann Fred Rubin, durch Umnutzung und delikate Infiltrierung in andere Bauten und Formen die gesicherten Objekte in neue Zusammenh\u00e4nge zu \u00fcberf\u00fchren und damit in Bewegung zu bringen.<\/p>\n<p>Kennzeichen der so entstandenen Installationen ist, dass sie nahezu vollst\u00e4ndig in ihren neuen Funktionen aufgehen. So bespielte Fred Rubin seit 1995 die tempor\u00e4ren Standorte des legend\u00e4ren Berliner Clubs WMF mit dem vom ihm gesicherten geschichtstr\u00e4chtigen Mobiliar. Neben Lederm\u00f6beln aus dem Au\u00dfenministerium der DDR verpflanzte er hierf\u00fcr die komplette Bowling-Bar des Palasts der Republik in das WMF in der Burgstra\u00dfe. Auch \u00dcberwachungskameras aus dem Palast der Republik wurden installiert und \u00fcberwachten, f\u00fcr alle auf Monitoren im Raum sichtbar, das Partygeschehen &#8211; selbst auf den Toiletten.<\/p>\n<p>Daneben entwickelte Fred Rubin mit Lampen aus dem Zentralkomitee der SED und dem Palast der Republik Lichtinstallationen f\u00fcr gro\u00dfe \u00f6ffentlich genutzte Um- und Neubauprojekte wie den Potsdamer Nikolaisaal oder das 2006 errichtete Nationale Tanztheater &#8222;Pavillon Noir&#8220; in Aix-en-Provence in Frankreich.Das Prinzip des Rotationsrecyclings dient dabei nicht nur der Aufwertung des als wertlos erachteten Materials, sondern auch dem Schutz der Dinge selbst. Ihr Aufgehen im Neugebrauch verbirgt sie zugleich, entzieht sie dem ideologischen Zugriff der Wertvernichtung und hebt sie auf f\u00fcr eine m\u00f6gliche Neubewertung.<\/p>\nngg_shortcode_0_placeholder\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; &#8222;SRL-1&#8220; by Fred Rubin Fred Rubin ist Bildhauer, dessen Material sich seit 15 Jahren fast ausschlie\u00dflich aus Einbauten, Mobiliar, Lampen, Objekten, Dekorationsst\u00fccken und ganzen Geb\u00e4udeteilen ehemaliger Repr\u00e4sentationsbauten und Machtzentralen der DDR zusammensetzt.Als Fred Rubin 1994 von Paris, wo er bei Christian Boltanski studierte, nach Berlin kam, interessierte sich &#8211; jenseits der ideologischen Gesten von &hellip; <\/p>\n<p class=\"link-more\"><a href=\"http:\/\/www.berlin-weekly.com\/?p=2234\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201eWindow 111\u201c<\/span> weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[],"class_list":["post-2234","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-weekly-window"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.berlin-weekly.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2234","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.berlin-weekly.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.berlin-weekly.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.berlin-weekly.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.berlin-weekly.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2234"}],"version-history":[{"count":3,"href":"http:\/\/www.berlin-weekly.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2234\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2819,"href":"http:\/\/www.berlin-weekly.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2234\/revisions\/2819"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.berlin-weekly.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2234"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.berlin-weekly.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=2234"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.berlin-weekly.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=2234"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}