{"id":2194,"date":"2017-09-11T06:55:16","date_gmt":"2017-09-11T06:55:16","guid":{"rendered":"http:\/\/www.stefanieseidl.com\/berlinweeklycom\/?p=2194"},"modified":"2020-03-03T13:27:57","modified_gmt":"2020-03-03T13:27:57","slug":"week-108","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.berlin-weekly.com\/?p=2194","title":{"rendered":"Window 108"},"content":{"rendered":"<h1>&nbsp;<\/h1>\n<p><a href=\"http:\/\/www.stefanieseidl.com\/berlinweeklycom\/wp-content\/uploads\/window8-fenster-klein-1.jpg\" rel=\"attachment wp-att-2184\" rel=\"lightbox[2194]\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-2184\" src=\"http:\/\/www.stefanieseidl.com\/berlinweeklycom\/wp-content\/uploads\/window8-fenster-klein-1-500x620.jpg\" alt=\"window8 fenster klein\" width=\"500\" height=\"620\" srcset=\"http:\/\/www.berlin-weekly.com\/wp-content\/uploads\/window8-fenster-klein-1-500x620.jpg 500w, http:\/\/www.berlin-weekly.com\/wp-content\/uploads\/window8-fenster-klein-1-121x150.jpg 121w, http:\/\/www.berlin-weekly.com\/wp-content\/uploads\/window8-fenster-klein-1.jpg 710w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong>TRANSIT von Fides Becker<\/strong><br \/>\n2017 (Acryl und Eitempera),&nbsp;<a class=\"\" href=\"http:\/\/www.fides-becker.de\/\">www.fides-becker.de<\/a><\/p>\n<p>Mit ihrer Installation Transit setzt die in Berlin lebende K\u00fcnstlerin Fides Becker ihre Serie von ortsbezogenen Wandmalereien fort.Sie bezieht sich, wie in ihren vorangegangenen ortsspezifischen&nbsp; Arbeiten, auf die Geschichte und die Funktion des Ausstellungsraumes, der im Scheunenviertel liegt und einmal eine Tordurchfahrt gewesen ist. Mit der illusionistischen Malerei versucht sie den Raum optisch wieder \u00f6ffnen. Dabei reflektiert sie den Wandel des Kiezes mit seiner Geschichte und seiner Gegenwart.<\/p>\n<p>Einst ist das Scheunenviertel in Berlin\/Mitte das j\u00fcdische Viertel gewesen. Die brutale Entfernung der Menschen aus der Gesellschaft wird mit der Weichenstellung auf den Schienen zum Ausdruck gebracht &#8211; die Fahrt in den Tod wird durch die Sch\u00e4del symbolisiert, die zwischen den Schwellen liegen. Das Herausrei\u00dfen j\u00fcdischer B\u00fcrger aus ihren Wohnungen reflektiert die K\u00fcnstlerin mit Leinwandarbeiten, auf denen einzelne Pflastersteine sich aus dem Weg herausgel\u00f6st haben. Diese \u201eStolpersteine\u201c tragen nicht, wie \u00fcblich, die Namen ermordeter Individuen, sondern das Symbol des Judentums, wobei verdeutlicht werden soll, wie die Juden aufgrund eines Stigmas anonymisiert und zu Objekten gemacht worden sind.<\/p>\n<p>Den Gegenwartsbezug der Motive stellt Fides Becker mit dem Motiven von Pflastersteinen und einem einem Bagger her, die veranschaulichen, wie stark der Kiez nach der Widervereinigung wieder ver\u00e4ndert und gentrifiziert wurde. Mit ihren Bildern holt die K\u00fcnstlerin die Gegenst\u00e4nde aus dem kollektiven Bewusstsein und verleiht ihnen eine eigenst\u00e4ndige Identit\u00e4t. Den Wandel bringt sie auch dadurch zum Ausdruck, dass sie den malerischen Prozess offenlegt, indem sich die Bilder zu ihren R\u00e4ndern hin aufl\u00f6sen und sich die Motive in abstrakte Schlieren transformieren.<\/p>\nngg_shortcode_0_placeholder\n<p><span style=\"border-radius: 2px; text-indent: 20px; width: auto; padding: 0px 4px 0px 0px; text-align: center; font: bold 11px\/20px 'Helvetica Neue',Helvetica,sans-serif; color: #ffffff; background: #bd081c no-repeat scroll 3px 50% \/ 14px 14px; position: absolute; opacity: 1; z-index: 8675309; display: none; cursor: pointer;\">Merken<\/span><\/p>\n<p><span style=\"border-radius: 2px; text-indent: 20px; width: auto; padding: 0px 4px 0px 0px; text-align: center; font: bold 11px\/20px 'Helvetica Neue',Helvetica,sans-serif; color: #ffffff; background: #bd081c  no-repeat scroll 3px 50% \/ 14px 14px; position: absolute; opacity: 1; z-index: 8675309; display: none; cursor: pointer;\">Merken<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>TRANSIT  von Fides Becker , 2017 (Acryl und Eitempera), www.fides-becker.de<\/p>\n<p>Mit ihrer Installation Transit setzt die in Berlin lebende K\u00fcnstlerin Fides Becker ihre Serie von ortsbezogenen Wandmalereien fort.<br \/>\nSie bezieht sich, wie in ihren vorangegangenen ortsspezifischen  Arbeiten, auf die Geschichte und die Funktion des Ausstellungsraumes, der im Scheunenviertel liegt und einmal eine Tordurchfahrt gewesen ist. Diesmal malt Fides Becker zwar nicht direkt auf die Wand, doch ihre Papierarbeiten werden auf die Wand so appliziert, dass sie wie Wandmalerei anmuten. Mit der illusionistischen Malerei versucht sie den Raum optisch wieder \u00f6ffnen. Dabei reflektiert sie den Wandel des Kiezes mit seiner Geschichte und seiner Gegenwart.<\/p>\n<p>Einst ist das Scheunenviertel in Berlin\/Mitte das j\u00fcdische Viertel gewesen. Die brutale Entfernung der Menschen aus der Gesellschaft wird mit der Weichenstellung auf den Schienen zum Ausdruck gebracht Das Herausrei\u00dfen j\u00fcdischer B\u00fcrger aus der Gesellschaft reflektiert die K\u00fcnstlerin mit Leinwandarbeiten, auf denen einzelne Pflastersteine sich aus dem Weg herausgel\u00f6st haben. Diese \u201eStolpersteine\u201c tragen nicht, wie \u00fcblich, die Namen ermordeter Individuen, sondern das Symbol des Judentums, wobei verdeutlicht werden soll, wie die Juden aufgrund eines Stigmas anonymisiert und zu Objekten gemacht worden sind.<br \/>\nDen Gegenwartsbezug der Motive stellt Fides Becker mit dem Motiven von Pflastersteinen und einem einem Bagger her, die veranschaulichen, wie stark der Kiez nach der Widervereinigung ver\u00e4ndert und gentrifiziert wurde. Auch dabei wurden Menschen aus ihrem Lebenszusammenhalt herausgerissen, wenngleich das nat\u00fcrlich bei weitem nicht so elementar ist, wie durch die Deportation der Juden im 3. Reich, aber dennoch kritische gesellschaftspolitische Fragen aufwirft. Mit ihren Bildern holt die K\u00fcnstlerin die Gegenst\u00e4nde aus dem kollektiven Bewusstsein und verleiht ihnen eine eigenst\u00e4ndige Identit\u00e4t.<br \/>\nDen Wandel bringt sie auch dadurch zum Ausdruck, dass sie den malerischen Prozess offenlegt, indem sich die Bilder zu ihren R\u00e4ndern hin aufl\u00f6sen und sich die Motive in abstrakte Schlieren transformieren.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[],"class_list":["post-2194","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-weekly-window"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.berlin-weekly.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2194","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.berlin-weekly.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.berlin-weekly.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.berlin-weekly.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.berlin-weekly.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2194"}],"version-history":[{"count":14,"href":"http:\/\/www.berlin-weekly.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2194\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2823,"href":"http:\/\/www.berlin-weekly.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2194\/revisions\/2823"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.berlin-weekly.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2194"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.berlin-weekly.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=2194"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.berlin-weekly.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=2194"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}